Als portugiesische Mönche das vom Urwald verschlungene Angkor entdeckten, konnten sie kaum fassen, was sie dort sahen. Verlassen lagen da die fantastischsten Tempel, die je ein Mensch erblickt hatte. Bloss das Heulen wilder Tiere störte die Einsamkeit. «So müsste sich Platon gefühlt haben, hätte er Atlantis entdeckt», schrieben sie Ende des 16. Jahrhunderts nach Hause. Den Kambodschanern, die sie bekehren wollten, trauten sie nicht zu, diese verwunschenen Gebirge aus Lotostürmen erbaut zu haben. Wer aber könnte es dann gewesen sein? Alexander der Grosse auf seinem Asienfeldzug?
Der war es nicht – und auch nicht der römische Kaiser Trajan oder die Skythen, wie später vermutet wur ...