Als Veloprofi war der Australier Cadel Evans als Chrampfer bekannt, dem in seiner Karriere nichts geschenkt wurde, der sich alles hart erarbeiten musste: ein bescheidener, sympathischer Typ mit grosser Fangemeinde – wie seinerzeit der Schweizer Ferdy Kübler. Seine Mimik auf dem Velo unterstrich diesen Ruf: War die Fernsehkamera voll auf Evans gerichtet, zeichneten sich stets tiefe Furchen als Zeichen der Anstrengung in seinem Gesicht ab, schien er immer zu leiden und kaum Spass an seinem Beruf zu haben. Heute ist der 39-jährige Sieger der Tour de France 2011 (vor den luxemburgischen Brüdern Andy sowie Fränk Schleck) und Strassen-Weltmeister 2009, der vor rund anderthalb Jahren seine Ak ...