Wenn ein Label eine «Superband» ausruft, sind Zweifel erlaubt. Einmal, weil solche superlativischen get-togethers meist kein anderes Ziel verfolgen, als mit einer zusammengewürfelten Allstar-Truppe leicht und relativ billig zu einer prominenten Hausproduktion zu gelangen. Oft genug bleibt das im Genudel einer lieb- und anspruchslos absolvierten Jam-Session stecken, im Nacheinander einiger wohlfeiler Klischees und Kraftmeiereien. Eine Ausnahme ist die Superband, welche Mack Avenue alljährlich zum Detroit Jazz Festival versammelt, in der Ausgabe 2015 unter der Leitung des Bassisten Christian McBride eine Band, die diesen Namen wirklich verdient, hörbar vorbereitet und auf andere ...