Frau Ospelt aus B. zürnt: Wie ich es mit meinem Gewissen vereinbaren könne, noch immer dekadente Luxustempel zu propagieren, als ob es keine Finanzkrise gebe. Sehr geehrte Frau Ospelt, sollen wir wirklich ins Zeitalter unserer protestantischen Reformatoren zurückfallen, die angesichts des Jammers auf der Welt jedes gute Essen für verdorben hielten und dem Kulinarischen die Leidenschaft und Raffinesse austreiben wollten? Am liebsten würde ich Sie in eines der gescholtenen Lokale einladen, um Ihnen zu beweisen, dass gegenwärtig kaum irgendwo so viel Gewissenhaftigkeit zu finden ist wie in Spitzenrestaurants.
Gehen wir zum Beispiel nach Genf. Calvin zum Trotz liegt dort das gastronomische ...