Vielleicht, sagte Jürg Federspiel vor einem Vierteljahrhundert, habe der von ihm bewunderte Joseph Conrad recht gehabt mit seiner Behauptung: «Kein Autor ist besser als sein erstes Buch, insofern, als der Themenkreis eines Künstlers schon in seinen Anfängen sichtbar wird.»
Jürg Federspiels erstes Buch, «Orangen und Tode», erschien 1961 bei Piper. Die erste Erzählung (um die Wurzel aus Conrads Satz zu ziehen: dass ein Stück Prosa nicht besser sei als seine ersten Sätze) beginnt so: «Gegen neun Uhr schrieb er den Brief, rumorte in Schubladen und Schreibtischfächern, zerriss das Geschriebene wiederum, stapfte ins Badezimmer, wusch die Hände und warf die Frottiertücher durcheinand ...