Ohne tägliches Schreiben würde er einen Schock erleiden. Er fühle sich dann sehr unglücklich und leer. Schreiben ist ihm zu einem tiefsitzenden psychischen Bedürfnis geworden. Er müsse einfach seinen Verstand und seine Vorstellungskraft gebrauchen, rechtfertigt er in diversen Interviews seine emsige literarische Produktion bis ins hohe Alter. Der 77-jährige amerikanische Schriftsteller Philip Roth legt mit dem eben auf Deutsch erscheinenden Roman «Die Demütigung» sein dreissigstes Werk vor: erneut ein himmlisches Buch, in das man nur einmal eintaucht, um nach 150 Seiten wie aus einem betäubenden Traum wieder aufzuwachen.
Obwohl «The Humbling» im letzten November vom amerikanisc ...