Wer Amalfi sieht, ist noch nicht dort. Das Strässchen entlang der Steilküste windet sich erst durch ein halbes Dutzend tief eingeschnittener Schluchten, bis der ehemalige Handelsort in der Provinz Salerno vor einem steht – ja, «steht», nicht «liegt», denn hier ist alles senkrecht. Am Ausgang eines kühnen Schlundes thront der Dom aus dem 10. Jahrhundert, links und rechts streben Bauten den steilen Berg hoch. Das Gassengewirr lädt den Liebhaber tiefer Italianità zur Erkundung ein. Die Amalfiküste ist kein Geheimtipp, doch für einmal sollte man den Touristen folgen – zu spektakulär ist das Ganze.
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