Die Schauspielerin Maria Becker ist die letzte grosse Tragödin des deutschsprachigen Theaters. Sie verkörperte im Laufe ihrer siebzigjährigen Karriere die wichtigsten Frauengestalten des klassischen Dramas genauso wie die Protagonistinnen in den Stücken von Friedrich Dürrenmatt. Becker wurde 1920 als Tochter des Schauspielerehepaares Maria Fein und Theodor Becker in Berlin geboren und besuchte das Max-Reinhardt-Seminar in Wien. In Zürich, wo sie seit 1938 lebt, zählte sie fast vierzig Jahre lang zum Ensemble des Schauspielhauses und war an zahlreichen Uraufführungen beteiligt. Im Laufe ihrer Karriere führte sie aber auch oft selber Regie. Aus Protest gegen die subventionierte Routin ...