In Amerika ist ein Wahlkampf im Gang, der weit über das Hin und Her bei den republika- nischen Vorwahlen hinausgreift. Etwas Ur-Amerikanisches scheint ins Wanken zu geraten. Alexis de Tocqueville, der grosse französische Amerika-Analytiker, hatte nach dem Ende der Herrschaft von Napoleon Anfang des 19. Jahrhunderts festgestellt, er kenne kein anderes Land, in dem die Idee permanenter Gleichheit des Besitztums stärker verachtet werde.
Das war lange Zeit richtig, heute trifft es nicht mehr zu. Den Raubrittern der Finanzindustrie ist es offenbar gelungen, diese Grundüberzeugung ins Wanken zu bringen. Die These, dass die Summe aller möglichst unbehinderten Eigeninteressen die Gesellschaft ...