Noch vor sechs Jahren schwärmten wir für diesen Politiker. Ich auch. Mein Name stand damals im Nachrichtenmagazin Facts unter einer mehrseitigen Hymne auf das «Phänomen Zanetti», den damaligen Gemeindepräsidenten des Industrieorts Gerlafingen, in dem 35 Prozent der knapp 5000 Einwohner Ausländer sind. 1989 hatte Roberto Zanetti, Sohn eines Puschlaver Arbeiters, seinen überheblichen Vorgänger von der FDP aus dem Sattel geholt. Später brachte der Sozialdemokrat die Firmenbosse noch einmal an den Verhandlungstisch, als dem Dorf die Schliessung des Stahlwerks drohte.
In Gerlafingen genoss Zanetti Heldenstatus. Dann kandidierte der «rote Röbu» für den Nationalrat, mit offizieller U ...