Die Niederlage der Bürgerlichen im Kanton Bern ist verheerend – für Bern sowieso, aber ebenfalls für die Schweiz. Und wenn Hermann Weyeneth, der Präsident der heimischen SVP, sich damit trösten mag, dass der Kanton Bern ja schon einmal von einer links-grünen Mehrheit beherrscht wurde (1986–1990) und man damit gar nicht so schlimme Erfahrungen gemacht habe, wirkt das eher beunruhigend als tröstlich. Es deutet an, wo das Problem liegt. Im notorischen Hochsteuerstaat Bern haben die Wähler schon lange keine echte Wahl mehr. Ob SVP oder SP: Die beiden grössten Parteien heben sich finanzpolitisch nur darin voneinander ab, welcher Klientel sie das Geld des Staates zuwerfen. Leicht unte ...