In der Grossstadt, heisst es, beginnt das Unheil der Welt. Da kommen Menschen zusammen, die mehr gegeneinander als miteinander kämpfen, im Netz wechselseitiger Abhängigkeiten gefangen sind und sich selbst ruinieren. Wo sich Emporkömmlinge brutal durchsetzen. Das kennt man aus dem Kino, den Immigrantenstorys, den Krimis. Doch das irische Ehepaar Johnny und Sarah, das mit seinen Töchtern Christy und Ariel über Kanada illegal nach New York einreist, möchte im Schmelztiegel etwas ganz anderes: den Krebstod seines Sohnes Frankie überwinden.
Befremdlich beginnt der jüngste Film des Iren Jim Sheridan (56), «In America»: Skeptisch blickt der Zöllner ins Innere des Wagens und fragt nach de ...