Wer hätte vor zwanzig Jahren, als Michail Gorbatschow Generalsekretär der KPdSU wurde, geahnt, dass Ende 2004 der russische Nationalfeiertag um vier Tage vorverlegt und nicht mehr an die Weltbeglückung durch die bolschewistische Revolution erinnern würde, sondern an die Vertreibung der Polen?
Wer hätte 1968, als in Polen in der kommunistischen Partei eine «antizionistische» Kampagne ausbrach, die zur Auswanderung der letzten Juden führte, gedacht, dass es 2001 in Polen eine aufwühlende Debatte über die Verbrechen in Jedwabne geben würde? Dass der polnische Staatspräsident sich öffentlich für das 1941 von der SS inspirierte, aber von polnischen Nachbarn begangene Pogrom in diese ...