Selten ist ein Buch über Literatur so aufschlussreich und schön bebildert. «Sansibar ist überall. Alfred Andersch. Seine Welt – in Texten, Bildern, Dokumenten» (Edition Text und Kritik, herausgegeben von Anderschs Tochter Annette Korolnik und deren kürzlich verstorbenem Ehemann) zeigt teils überraschende Facetten aus dem Leben und Schaffen des deutschen Schriftstellers, der sich in Berzona TI niederliess und zum Schweizer wurde. Eine Entdeckung ist Andersch als Fotograf. Die in erregten Feuilletondebatten diskutierte Frage, wie sich Andersch im Dritten Reich verhalten hat, wird anhand der neusten Fakten nüchtern dargestellt. Hans Magnus Enzensberger, von Andersch einst gefördert, ...