Wenn es endlich vorbei ist, werden alle Teilnehmer am grossen Rennen, Sieger wie Verlierer, erleichtert aufatmen. Obwohl es ein extrem kurzer Wahlkampf war, der zudem in die Sommerferien fiel, kommt er allen übermässig lang vor, wie eine Party, die eigentlich vorbei ist, deren Gäste aber noch nicht nach Hause gegangen sind. Und nicht nur Franz Müntefering, der bodenständige SPD-Chef, der vor kurzem bei einem Wahlkampfauftritt ohnmächtig wurde und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, zeigt Ermüdungserscheinungen, die anderen schwächeln auch.
Das liegt daran, dass sich alle ständig im Kreise drehen. Die Positionen sind bekannt, die Argumente verbraucht, die Pointen abgewetzt. � ...