Angst vor der Biederkeit
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Angst vor der Biederkeit
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Angst vor der Biederkeit

Ihr Name taucht bloss dann auf, wenn sich das Schweizer Fernsehen wegen schwacher «Tatort»-Folgen oder Querelen im «Literaturclub» rechtfertigen muss. Dabei ist SRF-Kulturchefin Nathalie Wappler die mächtigste Frau der Schweizer Kulturbranche.
Ein einziges Mal reagiert Nathalie Wappler empört, wenn auch mit einem leichten Augenzwinkern: «Sie sagen uns, wir seien bieder! Das tut weh.» Eineinhalb Stunden dauert das Gespräch in ihrem Zürcher Büro, über alles lässt sich mit ihr vortrefflich diskutieren, nur das mit der Biederkeit, nein, das geht für sie überhaupt nicht. Seit drei Jahren ist Nathalie Wappler Kulturchefin des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF): 366 Personen (261 Vollzeitstellen) arbeiten in ihrer Abteilung, SRF ist die grösste Bühne für Schweizer Künstler, liefert das grösste journalistische Angebot zu Kultur und Kunst und ist einer der grössten Kulturförderer des Landes. Unter Wapplers Regie werden ...
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