Manchmal bekommen Propheten schneller recht, als sie selber dachten. 2005 hatte der CVP-Parteivorstand den Berner EDU-Nationalrat Christian Waber eingeladen. Er sollte die Gegenmeinung zum neuen Partnerschaftsgesetz vertreten. Zumindest die christdemokratische Basis tat sich schwer mit der Vorstellung, dass registrierte homosexuelle Paare vor dem Gesetz einen eheähnlichen Status erhalten.
Als konservativer Reformierter warnte Waber, das Gesetz bereite den Weg für weitere Begehrlichkeiten. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis in der Schweiz Schwule und Lesben auch die legale Adoption von Kindern forderten. Die CVP-Spitze hiess das Partnerschaftsgesetz trotzdem mit 37 zu 6 Stimmen gut. Da di ...