Vor einem halben Jahr, am 30.Januar 2005, schockte Jean-Daniel Gerber, Direktor des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), die Leser der NZZ am Sonntag mit dem Satz: «Gemäss einer simplen Hochrechnung wird die Schweiz, bei Fortsetzung des mageren durchschnittlichen Wachstums seit 1980, im Jahre 2028 – gemessen am kaufkraftbereinigten Pro-Kopf-Einkommen – eines der ärmsten Länder in Westeuropa sein.» Er wiederholte damals, was er – ohne derart viel Echo allerdings – Anfang Jahr an einer Medienkonferenz gesagt hatte: Die Schweiz werde ohne Reformen «vom derzeitigen 4. Rang in der Weltrangliste auf den 20. Platz zurückfallen». Die bescheidene Wirtschaftsleistung, die das Lan ...