Wer in der Nähe der Atomkraftwerke Beznau oder Leibstadt wohnt, dürfte im Dezember 2007 ob den Schlagzeilen in den Zeitungen erschrocken sein: «Rund um die AKW bekommen doppelt so viele Kinder Leukämie», titelte der Blick. «AKW bedeutet Krebs», hielt der Sonntagsblick fest. Eine Studie des deutschen Bundesamts für Strahlenschutz hatte festgestellt, dass Kleinkinder, die im Umkreis von fünf Kilometern eines AKW leben, signifikant häufiger an Leukämie erkranken als andere Kinder. Konkret waren zwischen 1980 und 2003 im Umkreis der 16 beobachteten Atomkraftwerke 37 Kinder an Leukämie erkrankt. Verglichen mit dem Landesdurchschnitt hätten es nur 17 sein dürfen. Die Autoren der Stud ...