Anna Seghers’Traum und Zweifel
Robert Cohen: Anna Seghers im Garten von Jorge Amado. Faber & Faber. 100 S., Fr. 26.90
«Ob sie das Exil einmal wieder loswerden würde? Dieses Gefühl, nie mehr heimisch zu werden.» Nicht, dass Anna Seghers im Exil nicht produktiv gewesen wäre. «Der Ausflug der toten Mädchen» (1946), ihr berühmtestes Buch, war in Mexiko entstanden; ebenso wie «Transit» (1944). Nicht, dass sie das tropische Licht dort nicht geliebt hätte. Es war ein «freundliches Exilland» gewesen, eines, das ihr die mexikanische Staatsbürgerschaft angetragen hatte. Nach dem Krieg aber kehrte Seghers nach Deutschland zurück – in die DDR, ganz bewusst. Denn da wollte sie sein, «unter Genossinnen und Genossen», oder etwa nicht? Das fragt die Freundin Zélia Amado bei Seghers’ Besu ...

