«Dass er mich betrügt, ist schon schlimm, aber dass er’s mit einem hässlichen, studierten Bleichgesicht treibt, verzeihe ich ihm nie!», sagt Annerösli und tritt unaufgefordert in meine Wohnung. Sie hatte mich schon immer im Verdacht, ein Verhältnis mit ihrem Riccardo zu haben, weshalb sie mich bei anderer Gelegenheit als «Orientschlampe mit Vorliebe für alte Schwabbelbäuche» titulierte. Dass sie selber mit jenem Schwabbelbauch zusammenlebte, schien sie nicht zu stören.
Riccardo schwor, mich noch nie in Unterwäsche gesehen zu haben und nie darin sehen zu wollen, mich weniger als Frau denn als Haustier oder lästiges Insekt wahrzunehmen, wobei er sich in heftige Widersprüche ver ...