Eine Versicherungsagentur in Zürich. Die Âjunge Nachtklubtänzerin, nennen wir sie ÂXenia Petrowa, wird von zwei energisch auftretenden Schweizern begleitet. Die 26-jährige Russin ist schwanger – Vater unbekannt. Sie ist weder im Besitz eines gültigen Visums, noch verfügt sie über eine Arbeitsbewilligung.
Ihre Begleiter, zwei Männer der sogenannten Beratungsstelle Spaz (Sans-Papiers-ÂAnlaufstelle Zürich), verlangen von der ÂAgenturmitarbeiterin in forschem Ton die Aufnahme der Frau in die Krankengrundversicherung. Sie argumentieren mit einer Weisung des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) aus dem Jahre 2002. Und tatsächlich: Die Versicherungsmitarbeiterin ist gezwungen, ...