Die Wahlkampfrede hat den gleichen Schönheitsfehler wie manches Werk der bildenden Kunst: Der Rahmen ist oft wichtiger als das Dargebotene. Das hat dieser Tage auch George W. Bush erfahren müssen. Da redete er in Orlando, Florida, geschlagene 45 Minuten, aber vermutlich erinnern sich nicht einmal seine treusten Anhänger daran, was er sagen wollte. Denn einer hat dem Präsidenten wahrlich hemmungslos die Show gestohlen: Tyler Crotty, ein 13-jähriger, pausbäckiger Boy. Der Sohn des Bezirksvorsitzenden von Orange County genoss das Privileg, gut sichtbar hinter Bush zu stehen, gleichsam als Vertreter der republikanisch gesinnten Jugend.
Nun gilt Tyler Crotty als neuer, wenn auch unfreiwilli ...