Warum es in der Schweiz nur eine Handvoll Spitzenköchinnen gibt? Die gastrosophischen Altvordern brachte die Frage selten in Verlegenheit. Für den Mediziner Hans Balzli, Verfasser eines «Breviers für Gaumen und Geist», hat die Physiologie «unwiderleglich gezeigt, dass der Geschmackssinn der Frau sehr viel stumpfer und weniger umfangreich ist als der des Mannes». Und weiter: Die Frau, vor allem auf Süssigkeiten erpicht, sei entwicklungsgeschichtlich, zumindest was den Gourmetsektor betrifft, in einem kindlichen Stadium steckengeblieben.
Mit ihren Kochkünsten haben eine Agnes Amberg, Irma Dütsch, Rosa Tschudi oder Vreni Giger unsern Dr. med. Balzli zwar längst widerlegt oder tun es ...