Und dann passiert es», sagt Rue in der HBO-Serie «Euphoria»: «Der Moment, wenn dein Atem langsamer wird.» Gespenstisch laut dringt einem als Zuschauerin dieser Atem ans Ohr. Ein existenzielles Stöhnen, ein Ringen um Ruhe. Es ist dunkel, und die Kamera folgt der siebzehnjährigen Protagonistin zwei Minuten lang durch die Hölle einer Partynacht. Ihr Gesicht in der Nahaufnahme ist sehr eindrücklich. Changierendes Partylicht und irisierende Emotionen huschen darüber. Zerstörungswut, Angst, Freude, Schmerz – und schliesslich: Erlösung. Wenn auch nur für den Moment.
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