Die Kunst des Trios ohne Harmonieinstrument ist im Jazz an sich eine der diffizileren. Sonny Rollins setzte in dieser Sparte einen bis heute unübersehbaren ersten Meilenstein («A Night at the Village Vanguard», 1957), einen zweiten mit seiner «Freedom Suite» (1958). Beide Male sorgten, von der raumgreifenden Rhapsodik des Saxofonriesen abgesehen, besonders starke Schlagzeuger (Elvin Jones, Max Roach) für einen Druck, der einen Pianisten oder Gitarristen vergessen liess. Dann, mit der Lösung von «vertikalen» (harmoniebezogenen) Improvisationsweisen, wurde die Besetzung zu einem beliebten Format freierer Improvisationen (für Sam Rivers, beispielsweise, oder Henry Threadgi ...