Es liegt in der Sache, dass einem Krankheitsgeschichten nahe gehen. Hoffentlich passiert mir das nie, denkt der Leser oder die Leserin. Unnötig, dass solche Geschichten auch noch larmoyant geschrieben sind (doch kommt es immer wieder vor). «NabelNarbe» (Verlag pep+no name) handelt von einer falschen Diagnose – Krebs – und ihren gravierenden Folgen und ist deshalb ein bemerkenswerter Text, weil die Baslerin Evelyne Stäheli eine Mischform aus Prosa und Gedicht kreiert hat, welche durch kühle Analytik Distanz wahrt. Natürlich geht der literarische Erfahrungsbericht dennoch, Pardon, unter die Haut. Das Buch hätte einen Platz in den Top Ten verdient.
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