Selbstkritik zu üben gehört in der Regel nicht zu den Stärken von Theaterdirektoren. Schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Georges Delnon, abtretender Direktor des Theater Basel, ist eine Ausnahme. In der aktuellen Ausgabe der hauseigenen Theaterzeitung gesteht er sein Scheitern in der Sparte Schauspiel ein: «Ich bin natürlich nicht zufrieden mit diesen acht Jahren. [. . .] Tatsache ist, dass wir einfach zu viele Produktionen hatten, die nicht die notwendige künstlerische Qualität hatten.» Delnon präsentiert sich zu seinem Abschied noch einmal als Zweifler, als Grübler, der seine Schwächen nicht zu kaschieren versucht. So selten diese Charaktereigenschaften im Theater auch s ...