Die Wirkung der Filmvorführung vor dem Zürcher Obergericht war verheerend. Der Staatsanwalt wollte die schockierende BrutaÂlität des Films «Blutgeil» demonstrieren, der seiner Meinung nach verboten gehörte. Doch statt mit Entrüstung reagierten die Zuschauer mit vergnügtem Gelächter. Das war im September 1995. Dasselbe würde wohl passieren, würde heute ein Gericht den Film «Unschuld der Muslime» vorführen, der in der muslimischen Welt zurzeit für gewalttätige Proteste sorgt. Die Dialoge sind stümperhaft, die Wüstenkulisse wurde offensichtlich nachträglich eingefügt, die Darsteller im Film scheinen zuweilen einen halben Meter über dem Wüstensand zu schweben. In seinem Di ...