Eine versöhnliche Etüde über das Altern, die Liebe und das Begehren, ein wenig kitschig, aber doch irgendwie schön und unverkennbar das Werk eines grossen Schriftstellers – so gross, dass sich die Raubkopie-Industrie auf jede Neuerscheinung stürzt, als sei es ein Blockbuster aus Hollywood. Die «Erinnerungen an meine traurigen Huren» waren auf dem Schwarzmarkt in Bogotá schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin erhältlich – ein GarcÃa Márquez nimmt es locker mit Pop-, Trash- und Fernsehkultur auf. Der Roman ist damit zugleich Trost für alte Männer wie für Kulturpessimisten – sofern es da überhaupt einen Unterschied gibt. (sb)
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