Ein Buch mit dem Titel «Gekaufte Journalisten» öffnet man als Journalist beim NamensÂregister. Bei Udo Ulfkottes jüngstem Werk stellen sich Erleichterung und Enttäuschung ein. Erleichterung, weil der eigene Name fehlt, Enttäuschung, weil nur das runde Dutzend üblicher Verdächtiger erwähnt wird. Dass etwa Josef Joffe von der Zeit, Stefan Kornelius von der Süddeutschen und Klaus-Dieter Frankenberger von der FAZ in US-nahen Organisationen sitzen, ist keine Neuigkeit. Aber auch anderswo hält der selbsternannte Enthüllungsjournalist Ulfkotte nicht, was er im Titel verspricht: Ungeordnet kullern unbelegte Anekdoten und persönliche Animositäten durcheinander. Das ist schade, denn sel ...