Jürg Halter hat die Welt mit 25 schon kräftig berührt. Davon zeugt sein Gedichtband, das Schweizer Lyrikdebüt des Jahres. Nicht verquast-geschraubt ist die Sprache, kommt aber auch nicht demonstrativ Streetproof-szenenah à la Wondratschek dahergeschlendert. Und obwohl der junge Berner als Slam-Poet auftrat, wird nicht von Suff und Sex geschwafelt. «Ich habe die Welt berührt» konzentriert präzis die Liebe, den globalen Wahnsinn, das sinnarme Sein in postideologischer Zeit («...bin ich / ein in den Weltraum gespuckter Kirschstein, der fragt: / ‹Was ist ein Lichtjahr?›/ – mein Flug dauert keine drei Meter – / welches wäre die notwendige Tat?»).
Jürg Halter: Ich habe die We ...