Gibt es einen vernünftigen Krimi aus dem Reich der Taliban oder nur die übliche hysterisierte US-Thriller-Kost? Jetzt gibt’s einen guten Spannungsroman aus der Gegend: «Der Verrat» (Arche-Verlag) von dem Bremer Journalisten und Orientkenner Michael Lüders schildert die pakistanisch-afghanische Reise eines deutschen Islamspezialisten im Auswärtigen Amt, dessen Verstrickung in eine sinistre Affäre, dessen Liebe zur Hilfswerkmitarbeiterin Jennifer, die alles weiter kompliziert. Das Buch muss in die Top Ten, weil hier einer sein Setting kennt. Weil Suspense aus psychologischer Vertiefung entsteht. Weil man die Geschichte so schnell nicht wieder vergisst. (tow)
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