Die Japaner waren, bevor sie in Hiroshima und Nagasaki zu Opfern wurden, Täter. Wenigstens die Soldaten der Armee, die ja aber in ihre fanatisierte Gesellschaft eingebettet war. Die Gräuel, die 1937 in Nanking verübt wurden, gelten als unbeschreibbar. Und doch legt die Britin Mo Hayder einen Roman über den Mord an 300000 Menschen vor, wobei die Begegnung einer britischen Studentin mit einem greisen Augenzeugen im Mittelpunkt steht. Man erfährt, wie das Massaker vonstatten ging und einige Hauptverantwortliche ungestraft davonkamen. Weniger klar erscheint das Innenleben der Kriegsverbrecher, deren Chefprotagonist jenseits menschlicher Kategorien als kannibalischer Dämon daherkommt. Ein z ...