Man nehme eine Mortadella, 19 Zentimeter im Durchmesser, 22 Zentimeter lang. Man schneide sie in 166 Scheiben, jede 1,5 Zentimeter dick. Man nummeriere, interpretiere, lackiere — und fertig ist die Verwurstung zur Kunst: Christoph Hänsli hat «Mortadella» angerichtet, John Berger hat die geistige Häutung geliefert, und zwischen Buchdeckeln gepackt ist das Ergebnis die frechste Kunst-Schweinerei seit Erfindung des Patrick-Frey-Verlags. Die Bürokratisierung der Wurst auf dem Höhepunkt ihrer selbst. Die Bleichsüchtige steht ja seit Fischli/Weiss «Brand von Uster» auf der Beliebtesten-Liste der Künstler, die sich für die Anatomie von Nahrungsmitteln interessieren. Hänsli malt sie, w ...