Meinem Lieblingsfernsehintellektuellen Roger Willemsen gelingt es immer wieder, die von ihm geschätzte Literatur in die Bestsellerlisten zu heben. Jetzt hat er selbst Literatur geschrieben. Auf über zweihundert Seiten spricht eine Frau über die Liebe. Sie spricht, damit ihr im Koma liegender Geliebter erwacht – doch ich nicke bei der Lektüre ständig ein. Das ist schade, höre ich Herrn Willemsen doch sonst so gern zu. Von mir aus könnte er stundenlang reden, auf allen Fernsehkanälen zu jeder Tageszeit. Aber bitte nicht als Frau. Und nicht über die Liebe.
PS: Am 22. April wird Roger Willemsen im «Kaufleuten» in Zürich aus seinem Buch «Kleine Lichter» vorlesen. Kissen und Decke ...