Vorletzte Woche wurde Martin Walser 85 Jahre alt. Dass der Schriftsteller auf Erzählungen und Romane zurückblicken kann wie keiner seiner deutschsprachigen Generation, das weiss jeder. Doch dass Walser auch der Dichter dreier Lustspiele ist, wie sie keinem sonst im Nachkriegsdeutschland geglückt sind –, das ist deshalb skandalös unbekannt, weil momentan keine einzige der 360 (!) deutschsprachigen Bühnen es für nötig hält, eine dieser glänzend gebauten Komödien im Spielplan zu haben. Weder «Das fliehende Pferd», Walsers Meister-Novelle (von ihm selber dramatisiert) noch die «Zimmerschlacht» noch die «Ohrfeige». Vor dem Stückeschreiber Martin Walser ziehe ich – nicht nur ...