Wenn schon überall vor dem Überwachungsstaat gewarnt wird, so sollte man auch einmal auf die Risiken beim Lesen elektronischer Bücher hinweisen. Ein Kindle-Lesegerät des Online-Händlers Amazon merkt sich die Seite, auf der sich der Leser gerade befindet und schickt sie per Drahtlos-Internet an den Server, so dass man, wenn man im Tram das Smartphone hervor nimmt, an derselben Stelle weiterlesen kann. Das ist praktisch, bedeutet aber auch: Amazon weiss nicht nur, was jemand liest, sondern auch, wie schnell und ob er vor dem Ende abbricht. Den Angebern, die über Bücher parlieren, die sie nicht fertiggelesen haben, droht nun dasselbe Schicksal wie den Steuerflüchtlingen: Plötzlich kön ...