Der Vater regt sich über Asylanten auf: «In der Stadt werden sie alle kriminell, weil sie hier leicht an Drogen kommen.» Da antwortet die Tochter, 30: «Auf dem Land gibt es doch auch Drogen, Papi. Ich glaub, die Asylsuchenden werden weder auf dem Land noch in der Stadt kriminell, wenn sie eine gute Zeit haben.» Dieser der Völker- und Generationenverständigung dienende Wortwechsel entstammt einer Kolumne der vielgelobten Theaterautorin Laura de Weck im Tages-Anzeiger. Ihre Kurzdialoge erinnern an die Zeitschrift Musenalp, wo Teenager ihre selbstverfasste Herzschmerz-Poesie einsenden durften. Dass die Kolumne gestrichen wird, ist trotzdem unwahrscheinlich: Mit der neuen, vehement auftre ...