Eveline Hasler widmet sich vornehmlich historischen Frauenfiguren. In ihrem neuesten Buch ist das anders. Drei Familien in den 1930er Jahren stehen im Zentrum: Die Manns (Schriftsteller), die Riesers (Schauspielhaus-Besitzer) und die Schwarzenbachs (Industrielle). Sprachlich und erzählerisch ist das Buch kein Glanzlicht, lesenswert ist es trotzdem. Hasler leuchtet das Verhältnis zwischen dem Frontisten James Schwarzenbach und seiner Cousine, der Autorin Annemarie, aus, vor allem aber würdigt sie die Arbeit von Schauspielhaus-Direktor Ferdinand Rieser, der ohne Subventionen mutig die einzige freie Bühne im deutschsprachigen Raum führte. Das Buch gewährt einen gut recherchierten Einbl ...