Nachdem er in der Sozialpolitik vorübergehend den Anschluss an den Angstpolitiker Pascal Couchepin verloren hat, hat Christoph Blocher seine ihm vertrauten Sündenböcke wieder gefunden: Schuld an der Finanzierungskrise der Sozialwerke sind weder die Altersentwicklung und der medizinische Fortschritt noch die Rezession und die steigende Arbeitslosigkeit, sondern die Ausländer und die Schmarotzer, die das staatliche System schamlos ausbeuten.
Dass Blocher mit Feindbildern arbeitet, weiss man. Dass er in der Sozialpolitik über keine Fachkompetenz verfügt, weiss man spätestens, seit er vor einigen Jahren empfahl, das Umlageverfahren der AHV über Bord zu werfen und das Kapital von Anleger ...