Mit manchen Kunstwerken verhält es sich wie mit einem guten Song: Mit der Wiederholung kommt die Liebe. «The Funeral of Marlene Dietrich» von T. C. Wilcox ist dafür ein gutes Beispiel. Als ich den 16-Millimeter-Film vor etwa fünf Jahren zum ersten Mal sah, empfand ich das laute Rattern der Projektionsmaschine, die ein fester Bestandteil der Installation ist, als eine Zumutung. Bei der zweiten Begegnung hatte ich herausgefunden, dass ich mich so neben die laute Projektionsmaschine hinstellen musste, dass sich mein Ohr ganz dicht beim integrierten Lautsprecher befand. Der «Wow-Effekt» drang schliesslich beim dritten Mal vollumfänglich zu mir durch: Die in mysteriöser Ich-Form gesproch ...