Im Dreigestirn der grossen filmenden Psychoanalytiker europäischer Kultur, Bergman – Fellini – Buñuel, war Ingmar Bergman («Das Schweigen») der kühle Seelengründler, Federico Fellini («Amarcord») der emotionale Fantasie-Clown und der Spanier Luis Buñuel («Belle de jour») der surreale Anarchist. Seine Bosheiten galten den spanischen Machtinstanzen Kirche, Familie, Militär. Anders als bei seinen beiden Kollegen hat sein Bekanntheitsgrad allerdings gelitten, was auch am DVD-Markt liegt. Bergman- und Fellini-Filme mäandern durch zahlreiche Editionen, die von Buñuel dagegen werden (fast) ignoriert. Ein Fehler, die Bissigkeiten des Spaniers sind aktueller denn je.
Gerade in Zeite ...