Eine grosse Betrugs- und Geldwäschereiaffäre, die weit ins politische Establishment hineinreicht, erschüttert derzeit die ungarische Wirtschaft. Mehrere prominente Exponenten der regierenden Sozialisten sind darin verwickelt. Die liberale Opposition gibt sich alle Mühe, die Affäre auszuschlachten, und spricht bereits vom «grössten Skandal in der ungarischen Politik seit dem Fall des Kommunismus».
Im Mittelpunkt der Affäre steht ein bedeutender Fall von Anlagebetrug in der Wertschriftenabteilung der zweitgrössten Bank des Landes, der K&H Bank. Die Schlüsselfigur ist der Börsenmakler Attila Kulcsar, der es mit Geschick und gefälschten Zeugnissen in wenigen Jahren vom kleinen S ...