«Pardon, ich bin müde», entschuldigt sich der Vorsitzende, als er sich kurz verspricht. Keiner von dem halben Dutzend Journalisten, mit denen er im Hinterzimmer eines Restaurants in Pristina, Kosovo, an einem Tisch sitzt, mag es ihm verdenken. Didier Burkhalter amtet in diesem Jahr als Bundespräsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Er führt das Aussendepartement, seit der Abstimmungsniederlage vom 9. Februar verbunden mit der schwierigsten Aufgabe seines Politikerlebens: die Beziehungen der Schweiz zur EU neu zu gestalten. Und er sitzt der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vor – einem Debattierklub aus der Zeit des Kalten Kriegs, in dem die 57 ...