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Der Fall Bundesanwalt

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Weltwoche vom 15. Juni 2004Hinter dem Gerangel um die Verfolgung einer Indiskretion verbirgt sich ein Richtungsstreit zwischen dem Bundesanwalt und Justizminister Blocher.
Nach dem Antrittsbesuch war eine Männerfeindschaft besiegelt. Bundesanwalt Valentin Roschacher (44) erklärte im Januar seinem neuen Chef, Bundesrat Christoph Blocher (63), dass er ihm nichts sagen oder befehlen könne: Der Justiz- und Polizeiminister habe die Bundesanwaltschaft als Teil des eidgenössischen Justizapparates nicht zu dirigieren, unterwies der jüngere Jurist den älteren, allenfalls könne er als administrativ Zuständiger sie in Sachen Ressourcen unterstützen. Verpflichtet sei er, der oberste Ankläger, allein dem Parlament. Worauf der Bundesrat, so ist zu hören, das Gespräch bestimmt beendet habe: «Dann will ich auch nichts sagen.» Vier Monate später suchte der Bund ...
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