Da steht doch tatsächlich ein gehäkelter Pudel, einer dieser grässlichen und restlos unnützen Staubfänger aus Pompons und weisser Wolle, den man über eine Flasche stülpt. Eine muffige Persiflage auf die klassische Nippfigur. Mein Bruder brachte mal eines dieser Untiere aus der Schule mit nach Hause. Mit seinen eng zusammenstehenden Knopfaugen und dem fast vorwurfsvollen Blick war mir das arme Ding von Beginn weg unsympathisch, und irritierenderweise sehen diese gehäkelten Hund alle gleich aus, auch das Exemplar, das Claudia und Julia Müller für ihre Installation «Unsere Erde, ihre Völker, ihre Schätze» in einer Vitrine untergebracht haben. Selbstgefällig hockt der Pudel inmitt ...