Traditionellerweise hatten in Ruanda die Viehzucht treibenden Tutsi die Macht inne. Die belgischen Kolonialisten unterstützten sie vorerst, bis nach dem Zweiten Weltkrieg Unabhängigkeitsforderungen laut wurden. Von da an hetzten die Belgier die Ackerbau treibenden Hutu gegen die Tutsi auf, und es war ein Hutu, der zum ersten Präsidenten gekürt wurde. Seit den sechziger Jahren flohen viele Tutsi vor den staatlich geduldeten und sogar organisierten Massakern ins benachbarte Uganda.
Im April 1994 wurde das Flugzeug mit dem ruandischen Präsidenten, dem Hutu Juvénal Habyarimana, abgeschossen. Die extremistische Hutu-Power schob den Tutsi die Schuld zu, übernahm die Macht und rief zum Völ ...