In seinen Ermittlungen gegen Enron und die Beratungsfirma Arthur Andersen zielt das US-Justizministerium immer auf die gleichen Leute: Wer ein schlechtes Gewissen oder Dreck am Stecken hat, wird früher oder später gesprächig, um den eigenen Kopf zu retten. In besonders wichtigen Fällen geht Justitia dabei einen Kuhhandel ein. Der Andersen-Partner David Duncan etwa, der das gesamte Enron-Geschäft verwaltete, hat sich schuldig bekannt, Akten «mit dem Wissen und der Absicht» zerstört zu haben, dass sie nicht in die Hände der Börsenaufsicht SEC fallen.
Eine Hand wäscht die andere. Das Geständnis bewahrt Duncan, der am munteren Shreddern beteiligt war, davor, für allfällige weitere ...