Im September dieses Jahres war ich mit Ai Weiwei in Cambridge verabredet, meines Wissens als erster aus Europa anreisender Journalist, um den 62-jährigen chinesischen Künstler an seinem neuen Aufenthaltsort in Grossbritannien zu befragen.
Davor hatte er vier Jahre in Berlin zugebracht; Deutschland hatte ihm Gastrecht angeboten, als er China verlassen durfte, wo er kurz in Haft gesessen und danach lange Zeit unter Hausarrest gestanden hatte. Weil Spitzenpolitiker nicht mochten, was er mit seinen Werken über die Missachtung der Menschenrechte oder die Meinungsunfreiheit verbreitete.
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